Französisch

Überblick

Seit dem Schuljahr 2002/03 wird an der Staatlichen Realschule Feucht Französisch als Profilfach der Wahlpflichtfächergruppe IIIa angeboten.

Der Französischunterricht an der Realschule ist auf Kommunikation ausgerichtet und umfasst vor allem die folgenden drei Bereiche:

Kommunikation im Alltag
Die Schüler lernen, Französisch in alltäglichen Gesprächssituationen (Einkaufen, Telefongespräch, den Weg erfragen, ein Hotelzimmer reservieren, ...) zu verstehen und sich in dieser Sprache mitzuteilen. Sie sollen also die Fähigkeit erwerben, alltägliche Standardsituationen in Wort und Schrift zu bewältigen. An erster Stelle stehen dabei

  • eine gründliche Ausspracheschulung
  • die Vermittlung eines situationsabhängigen Wortschatzes und
  • das intensive Üben des Hörverstehens

Selbstverständlich müssen auch grammatische Strukturen gelernt werden, doch die Grammatik ist der Förderung der kommunikativen Fertigkeiten untergeordnet.

Schriftliche Textproduktion
Im Bereich der schriftlichen Textproduktion lernen die Schüler, Schreiben des privaten Bereichs, z.B. persönliche Briefe, aber auch Stellungnahmen zu altersgemäßen Themen zu verfassen.

Landeskunde
Die Schüler lernen außerdem eine andere Kultur- und Lebensweise kennen; beim Vergleich von sprachlichen und kulturellen Eigentümlichkeiten mit dem Deutschen werden ihnen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Ausdrucks- und Denkweise bewusst.

Lerntechniken und -methoden

Die Schüler lernen...

  • Strategien zum Vokabel- und Grammatiklernen zu entwickeln
  • ein Wörterbuch zu benutzen, Wörter aus dem Zusammenhang sowie aus dem Vergleich zum Deutschen/Englischen zu erschließen
  • die Strategien der Texterschließung, die sie in den Fächern Deutsch und Englisch erworben haben, auch im Fach Französisch anzuwenden

Durch die konsequente Verwendung von Französisch als Unterrichtssprache wird die Kommunikationsfähigkeit der Schüler gefördert. Die Schüler lernen, v.a. durch den Einsatz der Methode "Lernen durch Lehren" = LdL, zu sprechen, zu präsentieren und sich aktiv, kreativ und verantwortungsbewusst am Unterricht zu beteiligen.

Jean-Pol Martin von der Universität Eichstätt hat diese Methode für den Französischunterricht entwickelt. Sie wird heute in allen Fächern eingesetzt. Ausgangspunkt war der Gedanke, die Schüler aktiv an der Durchführung des Unterrichts zu beteiligen. Sie übernehmen Schritt für Schritt Funktionen des Lehrers, der Arbeitsaufträge mit ausreichender zeitlicher Vorgabe verteilt und die Schüler bei der Erarbeitung des Stoffes unterstützt. Der Unterricht liegt dann mehr und mehr in den Händen der Schüler, die der Klasse den aufbereiteten Stoff vermitteln. Der Lehrer hält sich dabei bewusst zurück und greift nur im Notfall ein.

Lehrplaninhalte

In Bayern findet derzeit die Schuljahr für Schuljahr fortlaufende Umstellung auf einen neuen Lehrplan statt, den so genannten "Lehrplan PLUS". Ausführliche Informationen hierzu sowie sämtliche Lehrplaninhalte finden Sie auf den Seiten des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung, kurz ISB.

 

Die Abschlussprüfung bzw. das DELF B1

Am Ende der 10. Klasse legen die Schüler ihre Abschlussprüfung im Fach Französisch ab. Diese besteht aus fünf Teilen:

  1. Sprechfertigkeit
  2. Hörverstehen
  3. Textverständnis
  4. Schriftliche Ausdrucksfähigkeit
  5. Übersetzung Französisch – Deutsch

Die Teile 1 bis 4 sind inhaltlich identisch mit der Prüfung „DELF B1“ des Institut Français. Daher können die Schüler neben ihrem Abschlusszeugnis auch dieses Sprachdiplom erhalten.

DELF (Diplôme d’Etudes en Langue Française) ist ein Zertifikat, das offiziell vom Französischen Ministerium für Bildung vergeben wird und dem Inhaber bescheinigt, dass er über Kenntnisse der französischen Sprache auf dem jeweiligen Niveau verfügt. Die DELF-Prüfungen sind weltweit standardisiert und das Diplom findet deshalb international Anerkennung.